Dirk Zöllner

1962 im Lichtenberger Oskar-Ziethen-Krankenhaus geboren, ist Dirk der einzige waschechte Berliner der Band. Über seine Mutter lernte er früh die Musik von Otis Redding kennen, sein Vater brachte ihm die DDR-Combo Renft und die Liebe zum eigenen Land nahe. 1984 beschließt Dirk, seine Brötchen auf der Bühne zu verdienen und gründet die Band CHICORÉE. 1987 wird sie abgelöst vom Projekt Die Zöllner, das er mit André Gensicke ins Leben ruft.

Die Zöllner bringen es – aufgestockt zur Bigband – unter anderem zur Vorband von James Brown und kommen an die Spitze der nationalen Hitlisten, bleiben auch nach dem politischen Umbruch gefragt. Sechs Alben folgen, ehe Dirk Zöllner sich 1998 von der Band löst und sein erstes Soloprojekt startet. Weitere folgen. Erst 2002, anlässlich seines 40. Geburtstages, finden Die Zöllner wieder zusammen. Und bleiben es bis heute.

Gibt den Ton an bei Die Zöllner seit 1987.

André Gensicke

1961 in Magdeburg geboren, begann Gensi im frühen Kindesalter mit dem Klavierunterricht. Nach sechs Jahren Notenlehre hatte er keine Lust mehr auf die klassischen Klavierstücke und widmete sich – inspiriert unter anderem von Stevie Wonder – dem Nachspielen und Improvisieren von Songs aus dem Rock- und Soulbereich. Erste offizielle Musikerfahrungen sammelte er mit seiner 1983 gegründeten Band LAMA und beim Oktoberklub.

Ende 1987 passiert es dann endlich: Gensicke trifft Zöllner. Die Zöllner sind geboren. Anlässlich eines Auftritts im Vorprogramm von James Brown 1988 wurde das ursprüngliche Duo zur Bigband gepimpt, mit der die beiden Hauptprotagonisten über 10 Jahre große Erfolge feierten. Dann kam es zur Trennung. André Gensicke wurde Keyboarder bei Veronika Fischer und Disco Inferno und übernahm die musikalische Leitung bei Stars in Concert. Daneben baute er sich ein eigenes Studio auf. Erst anlässlich des 40. Geburtstages von Dirk Zöllner trafen die beiden wieder aufeinander und sind seitdem unzertrennlich.

Fremd geht André Gensicke gelegentlich mit der Sängerin Katrin Lindner und dem Cellisten Sonny Thet und widmet sich einem gemeinsamen Crossoverprojekt von Musik und Malerei.

Sorgt für den Groove bei Die Zöllner seit 1987.

Andreas Bayless

Der Herr mit dem schönen Nachnamen – der übrigens als Inspiration für den Titel des aktuellen Zöllneralbums „Uferlos“ diente – wurde 1966 geboren. Nach dem Abitur widmete Andreas sich einer Gitarrenausbildung am Guitar Institute of Technology  (kurz GIT) in Los Angeles. Nach seiner Rückkehr in die Heimat lernte er den Trupp um Xavier Naidoo und Michael Herberger kennen und stieg relativ schnell bei den Söhnen ein, wo er bis heute Gitarre spielt (wenn ihn Die Zöllner nicht rufen).

Nebenbei betreibt Andreas Bayless noch einige Herzensprojekte, wie zum Beispiel das Ensemble Uferlos, eine Musikertruppe bunt gemischter Nationalitäten wie Indien, Italien, Kambodscha und die USA, die sich selbst Musikpiraten nennen, weil sie sich querbeet durch alle Stile räubern.

An der Gitarre bei Die Zöllner seit 2010.

Heiko Jung

Auch Thüringen ist als Bundes- und Herkunftsland bei Die Zöllner vertreten. 1971 wurde dort im beschaulichen Mühlhausen Heiko Jung geboren. Im Alter von 7 Jahren setzte er sich zum ersten Mal an ein Schlagzeug und beendete somit die idyllische Ruhe in seiner Heimat. Klassisches Schlagwerk studierte er dann an der Hochschule für Musik in Weimar und verfeinerte seinen Stil bei zahlreichen Lehrern. 1998 siedelte er nach Dresden über, wo er unter anderem auch auf Lars Kutschke und Oli Klemp traf, mit denen er ein eigenes Projekt gründete.

Wenn er nicht bei Die Zöllner aushelfen muss, spielt er für Bobo in White Wooden Houses, Veronika Fischer, Dirk Michaelis oder Jocelyn B. Smith, ist aber gleichzeitig auch Dozent für Schlagzeug an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig.

Ständige percussive Vertretung bei Die Zöllner seit 2010.

Oliver Klemp

Der Jüngste der Zöllnerbande stammt aus Erfurt, wo er – nach eigenen Angaben – „irgendwann in den 70ern“ das Licht der Welt erblickte. Zwar begann er sich erst im recht späten Alter von 16 Jahren für Instrumente zu interessieren, verliebte sich jedoch auf der Stelle in den Bass, den er innerhalb kürzester Zeit beherrschte. Trotz der Zusagen von Musikschulen in Hamburg oder Weimar ging Oli 1993 nach Dresden, um von seinem Idol Jäcki Reznicek zu lernen. Bis 1999 studierte er an der Hochschule für Musik E- und Kontrabass, ging zwischendurch nach New York ans Bass Collective zu Lincoln Goines, und mit dem Millennium kam Olis Bühnenzeit.

Die Namensliste seiner musikalischen Auftraggeber liest sich wie das Telefonbuch der Jazzelite. Mit Pee Wee Ellis, Klaus Doldinger, Ruth Hohmann, Dorretta Carter und Maceo Parker stand er schon auf einer Bühne, und das sind nur ein paar wenige Namen. Ins Visier von Zöllnervorstand Dirk geriet Oliver Klemp schon 2008, als dieser ihn im Rahmen der Jazztage Dresden spielen hörte, und zwar zusammen mit Lars Kutschke und Heiko Jung. Drei Jahre später war es dann endlich soweit: Oliver Klemp stieg bei Die Zöllner ein.

Zupft 4 Saiten bei Die Zöllner seit 2011.

Marcus Gorstein

Mit seinem ersten Auftritt 1973 startete Marcus gleich im richtigen Umfeld: seine Eltern sind die Köpfe der legendären Gruppe Kreis, Eva und Arnold Fritzsch. Das Multitalent beherrscht nicht nur Tasten- und Streichinstrumente perfekt, sondern studierte auch Gesang an der Hanns Eisler Hochschule. Auf Dirk Zöllner trifft Marcus zum ersten Mal, als die beiden sich 2008 die Titelrolle der Rockoper „Jesus Christ Superstar“ teilen. 2011 kam es dann zur intensiven Zusammenarbeit am Album „Uferlos“, das im Playground Studio von Marcus gemischt und produziert wurde, und für das er sämtliche Chöre arrangiert und eingesungen hat, was ihn direkt für Band und Bühne qualifiziert hat.

Abseits von Die Zöllner produziert und arrangiert Marcus jede Menge und ist außerdem Dozent an der Deutschen POP Berlin.

Hält sich im Hintergrund von Die Zöllner seit 2011.

David Skip Reinhardt

Skip ist der Importschlager bei Die Zöllner. 1962 in Rochester im Staat New York geboren, spielte er schon als Kind Trompete. Mit einer Band der US-Army tourte er durch die Welt. 1984 führte ihn sein Weg nach West-Berlin, wo er hängen blieb und sich als feste Größe in der Berliner Musikszene etablierte und bei Harald Juhnke, Jocelyn B. Smith und weiteren hochkarätigen Künstlern spielte. 1994 nahmen ihn Die Zöllner in ihre bunte Truppe auf.

Bis heute ist Skip einer der gefragtesten Trompeter, wenn es um namhafte Musicals geht. Dazwischen findet er noch Zeit, eigene Platten zu produzieren und mit seiner Band Nine Lives aufzutreten. Zitat: »Ich führe mein Leben nicht, meine Trompete macht das!«

Trompeter bei Die Zöllner seit 1994.

Gerald Meier

Gerald ist mit Jahrgang 1958 das älteste Mitglied bei Die Zöllner und wird deshalb standesgemäß mit Herr Meier angesprochen. In Niedersachsen geboren und aufgewachsen, wechselte er nach dem Musikhochschulstudium in Hannover an die Freie Universität Berlin. Und wie es so vielen ergeht, die nach Berlin kommen: sie bleiben. Herr Meier auch, und er schuf sich über die letzten 28 Jahre einen exzellenten Ruf als Arrangeur, Live- und Studiomusiker (natürlich mit eigenem Studio).

Sogar dirigieren kann er. Kein Wunder, dass ihn Die Zöllner 1994 anwarben. Ausnahmsweise darf er gelegentlich auch andere Künstler wie Udo Lindenberg oder Barbara Schöneberger begleiten und steht bei Herzensprojekten wie 55 Fifty Five mit auf der Bühne.

Posaune und Leitung der Horn-Sektion bei Die Zöllner seit 1994.

Frank Fritsch

Das praktischste Namenskürzel von Die Zöllner erblickte 1963 das Licht der Welt im sächsischen Vogtland. Und weil die Sachsen gern zum kürzen neigen, wird Frank Fritsch einfach "Fratsch" gerufen. 1979 ist die Schule aus, schnell wird das Saxophon eingepackt und an die Berliner Hanns Eisler Hochschule umgezogen. Und dann stehen auch schon Die Zöllner vor der Tür.

Ausgeborgt wird Fratsch an diverse Formationen, zum Beispiel East Blues Experience, Power Unit, Nine Lives, die Modern Soul Band oder Disco Inferno. Außerdem spielt er zusammen mit der kompletten Horn Sektion bei 55 Fifty Five. Hinzu kommen  Musicals wie Dirty Dancing und unzählige Gastauftritte bei den Stars in Concert Shows. Außerdem ist er ein gefragter Studiomusiker.

Unzählige Saxophonsoli bei Die Zöllner seit 1990.

Sonny Thet

Der 1954 in Kambodscha geborene Sonny absolvierte seine musikalische Ausbildung am staatlichen Konservatorium Phnom Penh. Als eines der letzten "Königskinder" wurde er von Prinz Sihanouk zum Studium der europäischen Musik an die Musikhochschule "Franz Liszt" nach Weimar geschickt, vom Königshof ins Studentenwohnheim über Nacht. 1975 legte Sonny das Staatsexamen im Fach Violoncello ab. Währenddessen übernahmen die Roten Khmer in seiner Heimat die Führung. Sonny blieb in der DDR, gründete eine Familie und gemeinsam mit Christoph Teusner die Gruppe BAYON. Seit den frühen 1970er Jahren ist er freiberuflich als Musiker, Musikpädagoge und Komponist tätig.

Sein heute unverwechselbarer Stil verbindet Khmer-Pentatonik mit Elementen der europäischen Klassik sowie Jazz- und Rockelementen. Neben vielen Konzertsälen und Musikstudios ist der international gefragte Musiker, der unter anderem mit Katja Riemann und Rio Reiser arbeitete, auch auf der Theaterbühne zu Hause, was zahlreiche Engagements an deutschen Bühnen zeigen. Neben dem Ensemble Uferlos leiht er sein Cellospiel gelegentlich auch an Gensicke und Katrin Lindner aus oder verfolgt ein gemeinsames Projekt mit seinem Sohn Anthony mit dem passenden Titel "Thet á Thet".

Betont die klassische Saite bei Die Zöllner seit 2009.

Lars Kutschke

Der junge Mann mit dem Eisbärenblick ist überraschenderweise Jahrgang 1969, sieht er doch immer noch aus wie süße 17. In diesem zarten Alter – für Musiker aber wiederum recht spät – entdeckte der in Dresden Geborene und Aufgewachsene auch das Saiteninstrument für sich. Zuerst klassisch konzertant, später auch elektrisch. Heute gibt es auf der ganzen Welt kein namhaftes Jazz- oder Blues Festival, das er nicht schon bespielt hat. Hauptsächlich greift er für die Amerikanerin Sharrie Williams in die Saiten, aber Lars ist auch ein gefragter Studio- und Theatermusiker. Am Theater wurde er 2006 auch von Dirk Zöllner entdeckt und gleich für das Zöllneralbum „7Sünden“ akquiriert.

Wenn noch Zeit bleibt, widmet er sich auch seiner eigenen Band, die er zusammen mit den Kollegen Oli Klemp und Heiko Jung pflegt, und bei der er sogar am Mikrofon steht. Seine erste Veröffentlichung  in Sachen Gesang wird sehnsüchtig erwartet.

Ständige gitarristische Vertretung bei Die Zöllner seit 2007.

Ronny Dehn

1971 erblickt Ronny das Licht der Welt im Berlinnahen Bernau. Der Vater spielt Schlagzeug in verschiedenen Tanzmusikbands, was der Spross zunächst spannend findet, aber erst mit 14 wirklich zu lernen beginnt. Nach Einsätzen in Garagenrock-, Showbands und Kindermusiktheater überlässt er 1990 sein Leben auch beruflich den Trommeln. Ines Paulke, The Clogs und Musical Fieber sind nur einige seiner zahlreichen Stationen.

Wenn er nicht bei Die Zöllner aushilft, spielt Ronny bei East Blues Experience und SILLY, und fördert als Schlagzeuglehrer außerdem selbst talentierten Nachwuchs.

Drums und dran bei Die Zöllner seit 2012.

Alan Sommer

Mit Jahrgang 1976 unser jüngster Matrose an Bord. Dänemark exportiert nicht nur amüsante Einbrecher, sondern auch talentierte Bläser. Mit 8 Jahren nahm Alan die Trompete zum ersten Mal in die Hand und blieb dabei. Zahlreiche

Spielmannszüge, Big Bands und Musicals wurde er schließlich von Skip für Die Zöllner verpflichtet und erfreut sich großer Beliebtheit. Sein Markenzeichen: der Pornobart!

Ständige Skipvertretung bei Die Zöllner seit 2012.